Hohe Qualität und Vielfalt im Geschmack

Käseproduktion - Perspektive für Landwirte in den Höhenlagen des Schwarzwaldes

 

Traditionell ist der Schwarzwald eine Region, in der die Landwirtschaft von der Milcherzeugung bestimmt wird. Etwas anderes ist in den zum Teil steilen Höhenlagen meist gar nicht möglich. Doch nicht alle Höfe erreichen die Milchmengen, die angesichts kontinuierlich sinkender Milchpreise ein wirtschaftliches Überleben ermöglichen. Aus diesem Grund geben immer mehr Vollerwerbslandwirte ihren Betrieb auf. Als Perspektive entwickelte sich in den letzten Jahren für etliche Landwirte die Käseproduktion.

 

Die Milchveredlung und damit auch die Käseproduktion dient in der Regel der Existenzsicherung der meist klein strukturierten Betriebe, die nur auf diese Weise im Haupterwerb bewirtschaftet werden können. Doch der Einstieg in die Käseproduktion muss gut geplant sein. „Allein die Milchverarbeitung nimmt mindestens eine volle Arbeitskraft in Anspruch und je nach Vermarktungsschiene reicht dies oft nicht“, weiß Christoph Schäfer. Er ist Vorsitzender der Käseroute im Naturpark Südschwarzwald e.V., einem Zusammenschluss von vorwiegend kleinen Hofkäsereien. Der ausgebildete Landwirtschaftsmeister kann auf über 20 Jahre Erfahrung in der Käseproduktion zurückblicken. Wer eine Hofkäserei eröffnen will, muss auch etliche bürokratischen Hürden überwinden. „Die behördlichen Auflagen und Vorschriften sind hoch, so dass auch die Investitionen nicht zu unterschätzen sind“, sagt Schäfer.


Ist dies alles geschafft, geht es an die eigentliche Grundvoraussetzung für die Käseproduktion, das fachliche Know-how. Viele Mitglieder der Käseroute sind Quereinsteiger. Sie bringen ein hohes Maß an Idealismus mit, ohne den der Kraftakt kaum zu leisten wäre: Weiden in Schuss halten, Futter für den Winter machen, Tiere versorgen, melken, Käse zubereiten und bearbeiten, sich um die Vermarktung kümmern – das alles erfordert einen hohen Arbeitseinsatz.

 

Wer Erfolg haben will, braucht zudem eine überdurchschnittlich hohe Milchqualität, dies ist besonders für die Herstellung von Rohmilchkäse wichtig. Dabei spielt auch die Fütterung eine entscheidende Rolle. Optimal ist, wenn die Tiere ausgiebig Weidegang haben, was im Schwarzwald möglich ist. Und da die Milch nicht standardisiert ist, erhält der Verbraucher je nach Fütterung, Grasqualität und Jahreszeit von den Hofkäsereien etwas andere Geschmacksnuancen. Auch das unterscheidet den Käse aus der Region von industriell hergestelltem Käse und gibt ihm seine individuelle Note. Gerade in der Vielfalt der Käsesorten und Geschmacksrichtungen liegt nach Einschätzung der Käseroute die Attraktivität dieses besonderen Produktes der Kulturlandschaft Schwarzwald.

 



 

Kontakt

Käseroute im Naturpark

Südschwarzwald e.V.

Christoph Schäfer

Vorsitzender

Schwende4

79853 Lenzkirch

www.schwendehof.de

  

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